Halbleiter & Künstliche Intelligenz
Synchronisation von Mensch und Maschine
           


 
 


 

 H I N T E R G R U N D

 

B L O G

   

M E N S C H M A S C H I N E

   

K O N T A K T

   

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A U S L Ö S E R   T E I L   3

 

 

 

 

 

 

 

 

D É J À - V U

   3  von  3  

 

"(...) Dabei fiel mir die Stimme der Sprachsynthese sofort auf! Als ein Fan von den Space Odyssee 2001 (wobei eher 2010;) erinnerte mich das Gehörte sofort an die Stimme von HAL und den Zeitpunkt an dem er wieder hochgefahren wird. Genau in dem Moment glaube ich: "war es um mich geschehen"!? (...)." - [André Heyer im Blog von data-memory.de am 22. November 2013]

 

 

 

2 0 0 1 :   O D Y S S E E   I M   W E L T R A U M


2001: Odyssee im Weltraum (Originaltitel: 2001: A Space Odyssey) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1968, der auf der Kurzgeschichte The Sentinel von Arthur C. Clarke basiert und ursprünglich Journey Beyond the Stars heißen sollte. Er entstand unter der Regie von Stanley Kubrick in England. Dieser entwickelte in Zusammenarbeit mit Clarke auch das Drehbuch. Aus der Zusammenarbeit entstand auch Clarkes Roman 2001. Clarke selbst beschreibt, dass die Arbeit an beiden Werken (Drehbuch und Roman) miteinander verzahnt war und Änderungen bei einem oft in das andere einflossen, und meint, dies sei ein „stimulierender, aber ziemlich teurer Weg“ gewesen, „einen Roman zu schreiben“. Der Roman weicht in Details vom Film ab und ist deutlich ausführlicher. Clarke bezog sich bei Abweichungen in weiteren Teilen der Reihe auf den Film. Das renommierte American Film Institute wählte 2001 auf Platz eins der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Im Jahr 1984 wurde die Fortsetzung 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen unter der Regie von Peter Hyams veröffentlicht.




 

 

D R E H B U C H

 
Kurz nach der Fertigstellung von Dr. Seltsam war Kubrick fasziniert von der Möglichkeit außerirdischen Lebens und beschloss, „den sprichwörtlich guten Science-Fiction-Film“ zu drehen. Beeinflusst wurde er wohl auch durch Filme von Pawel Kluschanzew. Er hätte nie diesen Film gedreht, wenn er nicht Filme von Kluschanzew gesehen hätte, sagte er einmal. Auf der Suche nach einem passenden Mitstreiter aus der SF-Gemeinde schlug Columbia-Pictures-Mitarbeiter Roger Caras Kubrick ihren gemeinsamen Bekannten, den Schriftsteller Arthur C. Clarke, vor. Obwohl er überzeugt war, Clarke sei „ein Einsiedler, ein Verrückter, der in einem Baum lebt“, war Kubrick einverstanden, woraufhin Caras dem auf Ceylon beheimateten Autor das Filmangebot telegrafisch übermittelte. In der telegrafierten Antwort erklärte Clarke, dass er „schrecklich interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem enfant terrible“ sei, fügte aber hinzu: „Warum glaubt Kubrick, ich wäre ein Einsiedler?“ In ersten Gesprächen bezeichneten Kubrick und Clarke ihr Projekt scherzhaft als „How the Solar System Was Won“, eine Anspielung auf das Cinerama-Epos How the West Was Won. Wie dieser Film ist auch Kubricks Produktion in einzelne voneinander abgetrennte Akte unterteilt. Clarke erwog zunächst die Adaption mehrerer seiner früheren Geschichten, bevor er sich schließlich für die 1951 erschienene Kurzgeschichte The Sentinel als Ausgangspunkt für den Film entschied. Ursprünglich plante das Autorenduo, zuerst eine Romanvorlage, frei von allen Einschränkungen, die ein normales Filmskript mit sich bringen würde, und erst danach das Drehbuch zu schreiben. Beide dachten auch daran, dass die Credits lauten müssten: „Screenplay by Stanley Kubrick and Arthur C. Clarke, based on a novel by Arthur C. Clarke and Stanley Kubrick“, um ihre eigene Vorrang-Stellung in ihrem jeweiligen Bereich entsprechend zu reflektieren. In der Praxis entwickelten sich jedoch die filmischen Ideen, die für das Drehbuch benötigt wurden, parallel zum Roman, mit gegenseitiger Befruchtung zwischen beiden Teilen. Letztlich wurden die Drehbuch-Credits aufgeteilt, während hingegen der kurz nach dem Film erschienene Roman allein Clarke zugeschrieben wurde. Aber Clarke stellte später klar, dass „die am ehesten der komplizierten Wahrheit entsprechende Annäherung“ ist, dass das Drehbuch „Kubrick und Clarke“ und der Roman „Clarke und Kubrick“ zugeschrieben werden sollte. Am 22. Februar 1965 kündigte MGM an, es würde Kubricks neuen Science Fiction-Film finanzieren, unter dem Titel „Journey Beyond the Stars“. Kurz darauf von The New Yorker interviewt, verglich Kubrick den geplanten Film mit einer „Space Odyssey“, und im April änderte er den Filmtitel offiziell zu 2001: A Space Odyssey. Das Jahr 2001 war angeblich eine Anspielung auf Fritz Langs Film Metropolis, der im Jahr 2026 spielte. Arthur C. Clarke führte ein Tagebuch während seiner Mitarbeit an 2001. Auszüge davon wurden später im Buch 2001: Aufbruch zu verlorenen Welten veröffentlicht. Clarkes Tagebuch enthüllt, dass zum Zeitpunkt der gesicherten Finanzierung für „Journey Beyond the Stars“, Anfang 1965, die Autoren noch keinerlei Vorstellung davon hatten, was mit Bowman geschehen würde nach der sogenannten Star Gate-Szene, obwohl schon am 17. Oktober 1964 Kubrick damit ankam, was Clarke als eine „wilde Idee von leicht unterwürfigen Robotern, die eine viktorianische Umgebung erschaffen, um es unseren Helden so angenehm wie nur möglich zu machen“ bezeichnete. So hätten anfangs alle Astronauten der Discovery die Mission überleben sollen. Die Entscheidung, Bowman allein als einzigen Überlebenden bis in seine eigene Kindheit zurückschreiten zu lassen, wurde erst am 3. Oktober 1965 getroffen. Der Computer HAL hätte ursprünglich „Athena“ heißen sollen, nach der Griechischen Göttin der Weisheit, ausgestattet mit einer weiblichen Stimme und Persönlichkeit. Regisseur Kubrick erläuterte, wie es zu dem später so viel diskutierten und mit allerlei freien und freischwebenden Interpretationen belegten Filmende kam: „Das Ende wurde noch kurz vor der Aufnahme umgeworfen. Ursprünglich hatten wir nicht vor, Bowmans Alterungsprozess zu zeigen. Er sollte einfach in diesem Zimmer herumgehen und sich den Monolithen ansehen. Aber das erschien uns nicht befriedigend und interessant genug, deswegen suchten wir nach einer anderen Idee, bis uns schließlich das Ende einfiel, das man im Film sieht.“

 

 

 

K R I T I K E N

 
„Kubricks fantastisches Abenteuer vereint technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation zu einer Weltraumoper von überwältigendem Ausmaß. Der kühne gedankliche Entwurf des Films wird mit nicht minder kühnen optischen Effekten und einer revolutionären Tricktechnik realisiert, die das Genre Science Fiction in den folgenden Jahren entscheidend prägten.“ - [Lexikon des internationalen Films] „2001‘ ist wie eine Oper komponiert – die Ouvertüre in ‚The Dawn of Man‘, der Hauptteil im Jahre 2001 und der tragische Schluss –, doch zugleich so offen und verletzlich wie eine tiefe Wunde. Es entbehrt daher nicht nur eines Fazits. Es gibt kein Fazit. Oder wie sich Arthur C. Clarke ausdrückte: ‚Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben.“ - [Ulrich Behrens bei Filmstarts.de] „Nach all dem Kinoschwachsinn, den Heerscharen unbedarfter SF-Filmer dem Publikum bis 1969 vorgesetzt hatten, ging 2001: Odysee im Weltraum den SF-Fans herunter wie reinste Götterspeise ... [Der Film gehört] unbestreitbar auf einen der vordersten Plätze der Top Ten des Science Fiction-Films.“-  [Ronald M.Hahn und Volker Jansen] „Stanley Kubricks Raumfahrtschau, die anhand einer Fahrt zum Jupiter eine überwältigende Szenerie und bisher nicht dagewesene technische Perfektion zeigt. Beeinträchtigt wird sie dadurch, daß die Autoren ihre Ideen nicht nur der Technik widmeten, sondern auch verworrener Anthropologie und Symbolik. Etwas zu langatmig, aber für Freunde des Genres sehenswert.“ - [Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 425/1968]




 

R E G I S S E U R   K U B R I C K   Ü B E R   S E I N E N   F I L M   ( 1 9 6 8 )

 
Der Regisseur selbst äußerte sich seinerzeit über 2001 folgendermaßen: “I tried to create a visual experience, one that bypasses verbalized pigeonholing and directly penetrates the subconscious with an emotional and philosophic content. I intended the film to be an intensely subjective experience that reaches the viewer at an inner level of consciousness, just as music does; to ‚explain‘ a Beethoven symphony would be to emasculate it by erecting an artificial barrier between conception and appreciation. You're free to speculate as you wish about the philosophical and allegorical meaning of the film – and such speculation is one indication that it has succeeded in gripping the audience at a deep level – but I don't want to spell out a verbal road map for 2001 that every viewer will feel obligated to pursue or else fear he’s missed the point.”„Ich habe versucht, ein visuelles Erlebnis zu schaffen, welches die sprachlichen Einordnungsschemata umgeht und mittels eines emotional-philosophischen Inhalts direkt zum Unterbewusstsein vordringt. Ich war bestrebt, den Film als intensiv subjektive Erfahrung zu kreieren, die den Zuschauer auf einer inneren Bewusstseinsebene erreicht, genauso wie Musik; eine Beethoven-Symphonie zu ‚erklären‘ würde sie entzaubern, durch die Errichtung einer künstlichen Schranke zwischen Konzeption und Wahrnehmung. Es steht jedem frei, über die philosophische und allegorische Bedeutung des Films zu spekulieren – und derartige Spekulation ist ein Anzeichen dafür, dass es gelungen ist, das Publikum auf einer tiefen Ebene zu berühren – aber ich möchte keine verbale Deutung für 2001 aufstellen, der sich jeder Zuschauer verpflichtet fühlen wird, in der Befürchtung, andernfalls den Kern nicht erfasst zu haben.“ - [Stanley Kubrick: Playboy Magazin (1968)]



 

[Quelle: Wikipedia]

 

 

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