Halbleiter & Künstliche Intelligenz
Synchronisation von Mensch und Maschine
           


 
 


 

 H I N T E R G R U N D

 

B L O G

   

M E N S C H M A S C H I N E

   

K O N T A K T

   

H I N T E R G R U N D

            

 

   

   

   

F I K T I O N   T E I L   3

 

 

 

 

 

 

 

 

S C I E N C E   F I C T I O N

   3  von  4  

 

Science-Fiction (auch Sciencefiction, fachsprachlich oft Science Fiction, nach alter Rechtschreibung Science-fiction; abgekürzt Sci-Fi, SciFi oder SF) ist ein Genre innerhalb der Literatur und des Films, aber auch anderer Disziplinen wie etwa der bildenden Kunst, das den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch (oft radikal) alternativen Konstellationen betrachtet. Science-Fiction entwirft – häufig in der Zukunft verortete, teilweise auch räumlich entfernte – Konstellationen des Möglichen, beschreibt deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Menschen und reichert reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an.

 

 

 

F I L M   -   K L A S S I K E R

M O D E R N E   Z E I T E N

 

Moderne Zeiten (Originaltitel: Modern Times) ist ein von Charles Chaplin in den Jahren 1933 bis 1936 geschaffener US-amerikanischer Spielfilm, der am 5. Februar 1936 erstmals aufgeführt wurde. Inhaltlich greift der Film, in dem Chaplin ein weiteres Mal die von ihm kreierte Figur des Tramps darstellt, den Taylorismus in der Arbeitswelt sowie die Massenarbeitslosigkeit infolge der Weltwirtschaftskrise auf. In dem Film wird zwar mit akustischen Elementen gearbeitet, er setzt aber dennoch im Wesentlichen die Tradition des Stummfilms fort.

 

 

 

 

H A N D L U N G

 
Wie eine Schafherde, dicht an dicht, drängen die Arbeiter aus der U-Bahn in die Fabrik. Einer von ihnen ist Charlie, der Tramp. In der Fabrik sind absurde Maschinen zu bedienen und ständig überwacht der Fabrikdirektor mit Kameras und Bildschirmen die Tätigkeit seiner Mitarbeiter. Charlie arbeitet in der Fließbandfertigung.In der Mittagspause kommt ein Ingenieur in die Fabrik und will seine neuste Erfindung vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Maschine, die den Arbeiter bei der Arbeit am Laufband ernähren soll. Dadurch kann der Arbeiter Nahrung zu sich nehmen und in derselben Zeit seine Arbeit fortsetzen. Chaplin wird als Versuchskaninchen aufgefordert, die Maschine auszuprobieren. Anfangs läuft die Maschine perfekt, bis sie auf einmal durchdreht. Anstatt Charlie zu retten, der zwischen den Klauen der Maschine steckt, wollen alle den Defekt zuerst lösen. So wird an der Maschine mehrmals erneuert und verbessert und Charlie steht immer noch in ihrer Gefangenschaft. Nachdem er endlich befreit wurde (und die Maschine abgelehnt) soll er seine Arbeit fortsetzen. Aber das Maschinenexperiment hat seine Spuren hinterlassen. Plötzlich dreht er durch. Mit seinen Schraubenschlüsseln rennt er hinter der Sekretärin des Chefs her, gerät schraubend auf die Straße, will dort bei einer großbusigen Passantin weiterschrauben, was natürlich nicht gut geht. Der herbeigerufene Polizist verfolgt Charlie, der zurück in die Fabrik rennt, nicht ohne am Tor wieder die Stempeluhr zu bedienen. Nach weiteren, hochkomischen Destruktionshandlungen landet er im Irrenhaus. Er wird als geheilt entlassen und sieht auf der Straße, wie ein Langholzlaster die Heckfahne verliert. Er will dem Fahrer die rote Fahne hinterherbringen und gerät dabei unter demonstrierende Arbeiter, wird in eine Schlägerei zwischen den Demonstranten und der Polizei hineingezogen und kommt schließlich als vermeintlicher Arbeiterführer (wegen der roten Fahne!) ins Gefängnis. Dort wird er im Kokainrausch zum Helden, weil er einen Ausbruch von Mithäftlingen verhindert. Anschließend wird er wieder in die Arbeitslosigkeit entlassen. Das Empfehlungsschreiben des Gefängnisleiters verhilft ihm zu einem Arbeitsplatz an einer Werft, wo seine erste und einzige Tätigkeit in der Versenkung eines halbfertigen Schiffes besteht. Das Mädchen, das er auf der Straße und beim Transport ins Gefängnis kennengelernt hatte, hat auf ihn gewartet. In seinem neuen Job als Nachtwächter in einem Kaufhaus verbringen die beiden die Nacht an diesem Arbeitsplatz, einem Wundertempel des Konsums. In dieser Nacht trifft er auf Einbrecher, von denen sich einer als ehemaliger, inzwischen arbeitsloser Arbeitskollege entpuppt. Die Begegnung endet in einem Vollrausch, nach dem Charlie völlig verkatert von einer Kundin unter einem Berg Damenwäsche hervorgezerrt wird, weswegen er prompt wieder inhaftiert wird. Unterdessen hat seine Freundin sogar eine eigene Bleibe für sie gefunden, eine Bruchbude, in welcher beide unverdrossen eine detailgetreue Karikatur kleinbürgerlichen Lebens zelebrieren. Eine weitere Schlüsselszene zeigt Charlie anschließend beim aberwitzigen Versuch der Instandsetzung einer monströsen Maschine. Das Mädchen findet schließlich einen Job als Tänzerin in einer Kneipe, wo auch Charlie als Bedienung angestellt wird. Die Kellnerarbeit geht zwar wieder schief, aber Charlie bewährt sich als Sänger. Doch dann taucht der behördliche Vormund des Mädchens auf und will sie aus der Kneipe holen und von Charlie trennen. Charlie und das Mädchen fliehen und gehen gemeinsam auf der Straße dem Morgen entgegen.

 

 

 

T H E M A   /   I N T E R P R E T A T I O N

 

Der Film kritisiert den durch die Industrialisierung hervorgerufenen Verlust von Individualität durch Zeitdruck und monotone, durch Maschinen geprägte Arbeitsabläufe. Die Arbeiter in der Fabrik werden als abgestumpft dargestellt, lediglich die Hauptfigur wahrt ihre Sensibilität und Menschlichkeit, die sich auch in der Liebesgeschichte mit dem Mädchen ausdrückt. Der Film stellt eine Weiterentwicklung der von Chaplin in früheren Filmen ausgearbeiteten Tramp-Rolle unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen dar. Allerdings ist der Tramp (anders als in früheren Filmen) am Schluss nicht allein.

 

 

R E Z E P T I O N   -   P O L I T I S C H E   T E N D E N Z


Dem Film wurde sehr früh unterstellt, er weise eine „kommunistische Tendenz“ auf. So schrieb Boris Schumjazki, der erste Mann der sowjetischen Filmindustrie, nach einem Besuch in Hollywood, bei dem Chaplin ihm einen Rohschnitt des Films gezeigt hatte, in der Prawda, Chaplin habe „ein Dokument geschaffen, das im sozialen Kampf Partei ergreift.“ Der Filmtitel, der ursprünglich The Masses lauten sollte ("New Masses" war der Name einer in den 1930er Jahren in den USA erscheinenden kommunistischen Zeitung), wurde in Modern Times geändert. Wegen seiner angeblich kommunistischen Tendenz konnte der Film erst am 31. März 1956 erstmals in der Bundesrepublik Deutschland aufgeführt werden. Auch die Behörden in den USA beobachteten Chaplins „anti-amerikanische“ Aktivitäten mit Argwohn: Als Charlie Chaplin 1952 nach Großbritannien reiste, sorgte FBI-Chef John Edgar Hoover dafür, dass er wegen angeblich subversiver Tätigkeiten nicht mehr in die USA einreisen durfte. Philipp Bühler bescheinigt dem Film, dessen Beginn „das ganze 20. Jahrhundert in einem Bild zusammenzufassen scheint“, „unverkennbar marxistische Vorzeichen“, indem Chaplin demonstriere, was „entfremdete Arbeit“ bedeute: „Die riesigen Maschinen, arbeitsteilig bedient, produzieren nichts – zumindest nichts Erkennbares. Die Arbeiter/innen sind vom Produkt abgekoppelt, haben zu funktionieren als ausschließlich nach Zeit, Lohn und Arbeitskraft kalkulierte Größe.“ Allerdings sei, so Bühler, Chaplin kein Kommunist gewesen. „Eher schon wollte Chaplin wissen, wie es in diesen Zeiten möglich ist, kein Kommunist zu werden.“ Bereits im Dezember 1935 meinte der Motion Picture Herald: „Er [Chaplin] ist sicher auch ein Philosoph, ein nicht allzu optimistischer, aber er ist zuallererst ein Showman – wie sein großes bürgerliches Vermögen beweist.“ Chaplin selbst wurde 1936 von der New York Times mit den Worten zitiert: „Es gibt Leute, die meinem Werk soziale Bedeutung beimessen. Es hat keine. Das ist ein Thema für Vortragsredner. Meine Absicht ist zuerst zu unterhalten.“
 

 


A K T U A L I T Ä T   I M   2 1 .   J A H R H U N D E R T

 
Andreas Platthaus stellt die Frage nach der Aktualität des Films im 21. Jahrhundert: Scheinbar passe er „besser in die Zeit von Roosevelt II als in die von Hartz IV“. Trotzdem handele es sich bei Moderne Zeiten um den „modernste[n] Film der Saison“; denn er zeige, dass man (wie Charlie Chaplin im Film als Träger der roten Fahne) nur „[...] durch Unschuld, nicht Berechnung […] zum Führer einer sozialen Bewegung“ werde. Thomas Klingenmaier weist, ähnlich wie Platthaus, auf die veränderte Rezeption des Films durch Zuschauer im 21. Jahrhundert hin: Die Zuschauer der Zeit unmittelbar nach 1936 hätten in dem Ausspeien des Protagonisten aus der Maschine noch einen Akt der „Rettung“ gesehen. Heutige Zuschauer hingegen erlebten diese Szene nicht als „Befreiung“ des Arbeiters von seiner Fron, sondern als „Ausmusterung“ eines überflüssig Gewordenen aus der menschenleer gewordenen Fabrik.

 

 

 

[Quelle: Wikipedia]

 

 

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