Halbleiter & Künstliche Intelligenz
Synchronisation von Mensch und Maschine
           


 
 


 

 H I N T E R G R U N D

 

B L O G

   

M E N S C H M A S C H I N E

   

K O N T A K T

   

H I N T E R G R U N D

            

 

   

   

   

F I K T I O N   T E I L   4

 

 

 

 

 

 

 

 

S C I E N C E   F I C T I O N

   4  von  4  

 

Science-Fiction (auch Sciencefiction, fachsprachlich oft Science Fiction, nach alter Rechtschreibung Science-fiction; abgekürzt Sci-Fi, SciFi oder SF) ist ein Genre innerhalb der Literatur und des Films, aber auch anderer Disziplinen wie etwa der bildenden Kunst, das den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch (oft radikal) alternativen Konstellationen betrachtet. Science-Fiction entwirft – häufig in der Zukunft verortete, teilweise auch räumlich entfernte – Konstellationen des Möglichen, beschreibt deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Menschen und reichert reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an.

 

 

 

 

 

F I L M   -   K L A S S I K E R

M A T R I X

 

Matrix (Originaltitel: The Matrix) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1999. Regie führten die Wachowski-Geschwister, die auch das Drehbuch schrieben. Die Hauptrollen spielten Keanu Reeves, Laurence Fishburne und Carrie-Anne Moss. Im Mai 2003 folgte die Fortsetzung mit Matrix Reloaded und im November 2003 der dritte Teil Matrix Revolutions.

 

 

 

H A N D L U N G

 
Der Film beginnt damit, dass Polizisten versuchen, eine junge Frau festzunehmen. Sie kann jedoch durch scheinbar übernatürliche Kräfte – extrem schnelle Kampfbewegungen und Levitation – entkommen. Bei ihrer Flucht wird sie von mit der Polizei zusammenarbeitenden „Agenten“ in grauen Anzügen verfolgt, die ähnliche Fähigkeiten wie sie haben. Die Frau flüchtet in eine Telefonzelle, die einen Moment später von einem Agenten mit einem LKW zerquetscht wird. Die Frau ist aber nicht in den Trümmern zu finden. Der junge Hacker Neo begibt sich derweil nachts in einen Musikclub, nachdem er eine geheimnisvolle Botschaft auf seinem Computer erhalten hat. Die Frau aus dem Vorspann, die sich als die polizeilich gesuchte Hackerin Trinity zu erkennen gibt, warnt ihn vor bevorstehender Gefahr. Am nächsten Morgen wird Neo vom geheimnisvollen Morpheus angerufen, währenddessen die Agenten an Neos Arbeitsplatz auftauchen und nach ihm suchen. Morpheus zeigt ihm einen Fluchtweg über die Außenfassade des Bürohochhauses. Der Weg ist Neo aber zu gefährlich; er wird verhaftet. Ein Agent, Mr. Smith, verhört Neo und wirft ihm zahlreiche Cyberverbrechen vor. Neo erhält ein Amnestieangebot, sofern er den Agenten Morpheus ausliefere, der ein gefährlicher Terrorist sei. Als Neo sich weigert, wird ihm in einer surrealen Szene ein spinnenförmiges Gerät in den Bauch eingepflanzt. Im nächsten Moment erwacht er zu Hause wie aus einem Albtraum. Neo trifft sich erneut mit Trinity, die sich als Verbündete von Morpheus zu erkennen gibt. Auf der Fahrt zu Morpheus entfernt sie das spinnenförmige Gerät aus Neos Körper, das ihm zur Positionsbestimmung und Überwachung eingepflanzt wurde. Morpheus erklärt Neo, dass er ein Gefangener der „Matrix“ sei, und bietet ihm die Befreiung an. Neo willigt ein und erwacht nach einer kurzen Prozedur in der wahren Realität: Sein echter Körper befindet sich in einer Art Brutkasten in einer riesigen Zuchtanlage für Menschen. Er wird aus dem Brutkasten gespült und anschließend von einem Hovercraft-Schiff gerettet, das von Morpheus befehligt wird. Während Neo im Koma liegt, wird sein verkümmerter Körper langsam regeneriert. Nach einiger Zeit erzählt ihm Morpheus den Hintergrund der aktuellen Lage: Die Menschheit verlor vor langer Zeit, vermutlich zu Beginn des 21. Jahrhunderts, einen Krieg gegen von ihr selbst erschaffene Maschinen mit künstlicher Intelligenz. Gegen Ende des Krieges verdunkelten die Menschen den Himmel, um die Maschinen an der Sonnenenergiegewinnung zu hindern und so auszuschalten. Die Maschinen reagierten jedoch, indem sie menschliche Körper zur Energiegewinnung nutzten, und entwickelten die Computersimulation der Matrix, um die bewusstlosen Menschen unter Kontrolle zu halten. Ernährt werden diese unter anderem mit den aufgelösten Leichen der Verstorbenen. Die Agenten in der Matrix sind Schutzprogramme, die gegen menschliche Revolutionäre wie Morpheus und Trinity vorgehen, die sich durch Telefonleitungen in die Matrix hacken, um Menschen zu befreien. Dies ist gefährlich, da man, sofern man in der Matrix zu sterben glaubt, auch in Wirklichkeit stirbt. Laut Morpheus handelt es sich bei Neo um den „Auserwählten“, der laut des ominösen Orakels die Matrix bezwingen wird. Neo wird an Bord des Schiffes, der Nebukadnezar, für den Kampf in der virtuellen Realität der Matrix ausgebildet. Dazu werden ihm mithilfe von Speichermodulen verschiedene Fähigkeiten und Kampfkünste beigebracht. Morpheus lehrt ihn, dass in der Scheinwelt der Matrix physikalische Gesetze durch reine Willenskraft gebeugt oder sogar gebrochen werden können. Als Neo von Morpheus einige Zeit später zum Orakel in der Matrix gebracht wird, sagt ihm das Orakel, dass Neo nicht der Auserwählte sei, aber sich Morpheus in seiner Überzeugung für ihn opfern werde. Auf dem Rückweg vom Orakel wird Morpheus durch den Verrat eines seiner Crewmitglieder von Mr. Smith in der Matrix gefangen genommen, und der Großteil der Crew wird vom Verräter getötet, bevor dieser selbst den Tod findet. Während die Agenten Morpheus foltern, um in den Besitz des geheimen Zugangscodes für die letzte freie Stadt der Menschheit, Zion, zu gelangen, begeben sich Neo und Trinity zu einem Befreiungsversuch erneut in die Matrix. Nach dem geglückten Befreiungsversuch entkommen Morpheus und Trinity aus der Matrix, aber Neo wird durch Mr. Smith an der Flucht gehindert. Nach einer Verfolgungsjagd und einem harten Kampf wird Neo von Agent Smith erschossen. Trinity ist wegen einer Prophezeiung des Orakels jedoch davon überzeugt, dass Neo lebt, da ihr offenbart wurde, dass sie sich in den Auserwählten verlieben würde: Sie gibt Neos Körper an Bord der Nebukadnezar einen Kuss: „Das Orakel hat mir gesagt, dass der Mann, den ich liebe, der Auserwählte ist. Du kannst also unmöglich tot sein!“ Neo erwacht daraufhin mit neuen Fähigkeiten; kann den Code der Matrix nun deutlich sehen und mit seinen Gedanken frei manipulieren. Nach einem kurzen ungleichen Kampf, in dem Neo seinen Gegner Agent Smith souverän beherrscht, dringt er in dessen Körper ein und zerstört ihn von innen. Gegen Ende des Films befindet sich Neo in der Matrix und erklärt, die in der Matrix gefangenen Menschen befreien zu wollen, bevor er sich nach Art eines Superman in die Lüfte erhebt.

 

 

 

 

H I N T E R G R Ü N D E
 
Auffallend sind die über den Horizont üblicher Actionfilme hinausgehenden philosophisch-theologischen Inhalte mit Elementen und Anleihen bei der Erkenntnistheorie (siehe z.B. Platons Höhlengleichnis), des Gnostizismus, Zen-Buddhismus und der Analogie der Handlung zum Neuen und Alten Testament sowie zur Gegenkultur.Die grünen Zeichenkaskaden des Matrix-Codes bestehen neben gespiegelten Zeichen aus indischen Ziffern und japanischen Schriftzeichen. Bei den Dreharbeiten zu Matrix wurden auch bereits vorhandene Kulissen aus dem Film Dark City von 1998 verwendet, dessen Handlung gewisse Ähnlichkeiten zu Matrix aufweist. So sind beispielsweise die Hausdächer, über die Trinity zu Beginn läuft, dieselben, über die John Murdoch in Dark City läuft. Im englischen Original wird Neo zu Beginn auch als Coppertop bezeichnet, was im übertragenen Sinn für Batterie/Energiequelle steht, im Sinne von „die mit dem Kupferkopf“. In der deutschen Synchronisation ist diese Anspielung entfallen und man hört anstelle von Coppertop das Wort „Blödmann“. Neos Versteck für Software in seiner Wohnung ist das Buch Simulacra and Simulation des französischen Medienphilosophen Jean Baudrillard, das das Verhältnis von Realität, Symbolen und Gesellschaft untersucht. In der Wohnung des Orakels ist ein Schild über der Tür mit der lateinischen Inschrift Temet Nosce zu sehen, was auf deutsch soviel wie „Erkenne dich selbst“ bedeutet, eine aus der griechischen Philosophie stammende Maxime (Gnothi seauton).Bereits Ende der 1980er Jahre wurde in der deutschen Romanserie Perry Rhodan  beschrieben, wie die Bewohner der Erde zwangsweise durch Chips mit einer künstlichen, aber als echt empfundenen Realität verbunden waren (Simusense). Der Film weist weiterhin deutliche Bezüge zur Grundidee des Romans Simulacron-3 von Daniel F. Galouye auf. Dieser war bereits zweimal verfilmt worden: 1973 von Rainer Werner Fassbinder als zweiteiliger Fernsehfilm unter dem Titel Welt am Draht und 1999 von Josef Rusnak unter dem Titel The 13th Floor – Bist du was du denkst?. Die Dreharbeiten fanden vom 14. März bis 1. September 1998 in Sydney statt. Die Produktionskosten wurden auf rund 63 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 463 Millionen US-Dollar ein, davon rund 171 Millionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten. Kinostart in den Vereinigten Staaten war am 31. März 1999 und in Deutschland am 17. Juni 1999.

 

 

 

 

S P E Z I A L E F F E K T E

 
Der Film erregte Aufsehen durch aufwendig gestaltete Kampfszenen im Stil von Kung-Fu-Filmen, die in Verbindung mit digitalen Effekttechniken auf innovative Weise präsentiert wurden. Der durch den Film bekannt gewordene Bullet-Time-Effekt – ein spezielles Verfahren der Zeitlupenfotografie – wurde in Matrix durch 122 digitale Kameras realisiert. Die Digitalkameras wurden rund um eine Szene auf Schienen geschraubt und synchronisiert ausgelöst. So kann diese Szene verlangsamt, gestoppt oder rückwärts abgespielt werden, während eine Kamerafahrt in dieser scheinbar zeitverlangsamten Welt möglich ist. Das Motion-Capture-Verfahren wurde ebenfalls in Matrix verwendet. Hierbei werden menschliche Bewegungen durch Sensorenchips erfasst, vom Computer gespeichert und dann auf künstlich erstellte Mensch-Modelle im Computer übertragen, die dann digital in das konventionell aufgenommene Filmmaterial hineinkopiert werden. Für in der Matrix spielende Szenen wurde ein grüner, für in der Realität spielende Szenen ein blauer Farbfilter eingesetzt, der die jeweiligen Szenen entsprechend leicht einfärbt.

 

 

 

 

K R I T I K


„Aufwendig gestalteter Science-Fiction-Film, der das aktuelle Misstrauen gegenüber der sichtbaren Welt und insbesondere den neuen Computertechniken artikuliert, wobei er sich zahlreicher mythologischer und religiöser Anspielungen bedient. Das fast ohne Farben und in kahlen Räumen inszenierte Endzeitdrama setzt zugleich auf perfekte Kampfszenen, in denen das traditionelle Kung-Fu-Kino mit den Möglichkeiten der Digitaltechnik effektvoll übersteigert wird.“ - [film-dienst] „Die Brüder Larry und Andy Wachowski, die „Matrix“ geschrieben und gedreht haben, wollten ihr Publikum mit den opulenten Bildern scheinbar erschlagen. Ihre postmoderne Melange zitiert Cyberpunk-Filme wie „Blade Runner“, „Total Recall“ und „Brazil“. Auch Filmklassiker wie Cocteaus „Orphée“ tauchen auf und vor gelegentlichen Anspielungen auf postmoderne Philosophie, Nietzsche oder den Taoismus, schrecken die Wachowski-Brüder nicht zurück. Mit dem Cyberpunk-Film „Matrix“ schaffen sie es jedoch, aus diesen disparaten Elementen einen Film zusammenzurühren, der unterhaltsam und gleichzeitig intellektuell herausfordernd ist. Nur die teilweise flachen Dialoge fallen in diesem Zusammenhang unangenehm auf.“ - [Spiegel online] „Der erste Teil wurde von der Kritik günstig aufgenommen und entwickelte sich in den Kinosälen zum Dauerbrenner. Zur Legende aber wurde er erst in den Folgejahren durch die Mitwirkung all jener Interpreten, die ihre kruden Zukunfts-, Gesellschafts-, Wissenschafts- oder auch nur Science-fiction-Modelle hier einem Test unterworfen sahen – und alle fanden sich bestätigt.“ - [Frankfurter Allgemeine Zeitung]

 

 

 

 

R O M A N G R U N D L A G E

S I M U L A C R O N - 3
 

Simulacron-3 ist der Titel eines Science-Fiction-Romans des US-amerikanischen Autors Daniel F. Galouye, der erstmals 1964 veröffentlicht wurde. Im Vereinigten Königreich ist der Roman auch unter dem alternativen Titel Counterfeit World erschienen.
 

 


R O M A N - H A N D L U N G

 
Das Werk handelt von dem Betreiber einer virtuellen Großstadt, die zu Marktforschungszwecken eingesetzt wird. Der gigantische Computer der sog. TEAG (Test AG) macht das möglich. In seinen Speichern befindet sich eine simulierte Großstadt, die samt ihrer Tausenden von Bewohnern absolut und bis ins kleinste Detail gestaltet ist. Die Simulation ist so perfekt, dass die Bewohner ein eigenes Bewusstsein besitzen und gar nicht merken, dass sie nur als Software in einem Computer existieren. Im Laufe der Zeit erkennt der Protagonist Douglas Hall, der technische Direktor der Anlage, immer mehr, dass auch seine Welt nicht real ist, sondern ebenfalls nur als Simulation in einer höheren Realität existiert. Mit Hilfe von Jinx, einer aus dieser höheren Realität „herabgestiegenen“ Administratorin der dortigen Anlage gelingt es ihm schließlich, nicht nur seine eigene simulierte Welt vor der Zerstörung durch den „Großen Simulatroniker“ der höheren Welt zu bewahren, sondern zugleich seinen eigenen Geist in dessen Körper, der mit seinem physisch identisch ist, zu übertragen und den Großen Simulatroniker so auf die simulierte Ebenen des Computers zu schleudern, wo sein alter Körper im Verlauf eines Volksaufstandes, der sich gegen den politisch-ökonomischen Missbrauch des TEAG richtet, zerstört wird. Die, allerdings sehr behutsam erzählte, Liebesgeschichte zwischen Jinx und Douglas bildet dabei den emotionalen Hintergrund der Geschichte.
 

 

 

R O M A N - H I N T E R G R U N D

 
Simulacron-3 (vom lateinischen Simulacrum = Trugbild) kann als eine der ersten Beschreibungen simulierter Realität angesehen werden, auch wenn das Thema der Scheinhaftigkeit der Welt schon vor mehr als zweitausend Jahren von Platon mit seinem Höhlengleichnis behandelt wurde. Eine weitere philosophische Grundlage lieferte René Descartes mit seiner Maxime „Ich denke, also bin ich“. Sie spielt auch im Verlauf der Romanhandlung ganz direkt eine wesentliche Rolle in den langsam und analytisch auf die Wahrheit zusteuernden Überlegungen von Hall.
 

 

 

R O M A N - V E R F I L M U N G E N

 

Der Roman wurde zweimal verfilmt, zuerst 1973 von Rainer Werner Fassbinder als zweiteiliger Fernsehfilm unter dem Titel Welt am Draht, der dem tiefen Pessimismus und Fatalismus der Romanvorlage Widerstand entgegensetzt.[1] 1999 produzierte Roland Emmerich unter der Regie von Josef Rusnak eine zweite Fassung unter dem Titel The 13th Floor – Bist du was du denkst?. Obwohl er keine Verfilmung im engeren Sinne ist, übernimmt auch der Film Matrix (1999) Elemente der Grundidee von Galouyes Roman.
 

 


R O M A N - K R I T I K

 
„Wie sonst vielleicht nur Philip K. Dick hinterfragt Daniel F. Galouye mit diesem Roman die Wirklichkeit: Ist alles nur Schein, sind wir nicht völlig einem unanfechtbaren Schicksal ausgeliefert, gegen das wir nicht mitbestimmen können? Galouyes Roman ist zutiefst pessimistisch: als Hall in die eigentliche Wirklichkeit vordringt, erweist sie sich als grauer und farbloser als die Illusion. Wie sieht die Wirklichkeit, in der wir leben müssen, denn nun wirklich aus?“ - [Uwe Anton]
 

 


R O M A N - A U S G A B E N

 
Counterfeit World, London: Victor Gollancz Ltd. 1964 Simulacron-3, New York: Bantam Books 1964 Welt am Draht, München: Goldmann 1965, ISBN 3-442-23057-8 Simulacron Drei, München: Heyne 1983, ISBN 3-453-30904-9 (Bibliothek der Science Fiction Literatur, Bd. 16) ↓  The Thirteenth Floor (dt.), Kiepenheuer & Witsch 1999, ISBN 3-462-02826-X

 

 

 

 

 

[Quelle: Wikipedia]

 

 

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