Halbleiter & Künstliche Intelligenz
Synchronisation von Mensch und Maschine
           

 

 

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B L O G

   

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M A C H I N E

 

 

 

 

 

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Das Themengebiet der Robotik, das auch unter der Bezeichnung Robotertechnik geläufig ist, befasst sich mit dem Versuch, das Konzept der Interaktion mit der physischen Welt auf Prinzipien der Informationstechnik sowie auf eine technisch machbare Kinetik zu reduzieren. Der Begriff des „Roboters“ beschreibt eine Entität, die diese beiden Konzepte in sich vereint, indem sie die Interaktion mit der physischen Welt auf Basis von Sensoren, Aktoren und Informationsverarbeitung umsetzt. Kernbereich der Robotik ist die Entwicklung und Steuerung solcher Roboter. Sie umfasst Teilgebiete der Informatik (insbesondere der Künstlichen Intelligenz), der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Ziel der Robotik ist es, durch Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten der Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik herzustellen. ↓  Den Begriff der Robotik erfand und prägte der Science-Fiction Autor Isaac Asimov. Erstmals erwähnt wurde die Robotik in Asimovs Kurzgeschichte Runaround (dt. Herumtreiber) im März 1942 im Astounding-Magazin. Nach Asimovs Definition ist die Robotik das Studium der Roboter.

 

 

 

K U L T U R G E S C H I C H T E   D E R   R O B O T E R

 

Roboter sind seit dem 20. Jahrhundert ein häufiges Thema vor allem in der Science-Fiction. Während sich die Vorstellung von künstlich erschaffenen Menschen bereits in der Antike findet, bekam mit den zunehmenden Fortschritten der Robotik der technisch realisierte Maschinenmensch neue Brisanz. In der Kunst wird anhand des Roboters vielfach das Verhältnis von Mensch und Maschine ausgelotet.
 

 


R O B O T E R   I N   D E R   L I T E R A T U R

 
Vom Menschen erschaffene künstliche Wesen haben in der Literatur eine lange Tradition, bekannte Beispiele sind der durch Magie erschaffene Golem oder alchimistisch erzeugte Homunculi. Die Vorstellung von Robotern im Sinne von Maschinenmenschen beziehungsweise autonomen Maschinenwesen, die durch menschliche Wissenschaft und Technik verwirklicht werden, entwickelt sich jedoch erst in der Neuzeit. In der Literatur des 18. Jahrhunderts werden täuschend menschenähnliche „Automate“ beschrieben, die durch eine kunstvolle Mechanik zum (scheinbaren) Leben erweckt werden (siehe auch: Geschichte der Automaten). E. T. A. Hoffmann erzählt in Die Automate (1819) von einem mechanischen Orakel, das an den sogenannten Schachtürken angelehnt ist. In den Groschenheften des ausgehenden 19. Jahrhunderts findet sich beispielsweise die Fiktion eines dampfgetriebenen Maschinenmenschen (The Steam Man of the Prairies von Edward S. Ellis, 1868). Da sich das Wort „Roboter“ für die künstlichen Menschen noch nicht eingebürgert hat, werden solche Figuren noch als „Automat“ oder „mechanischer Mensch“ (engl. mechanical man) bezeichnet. Der Schriftsteller Jules Verne schrieb eine Geschichte über eine Menschmaschine. Zum ersten Mal wurde die von Josef Čapek geprägte Bezeichnung „Roboter“ von Karel Čapek 1921 in dem Drama R.U.R. verwendet. Durch die Erzählungen Isaac Asimovs wurde der Begriff Roboter einem größeren Publikum bekannt. 1942 beschrieb er in Runaround zum ersten Mal die drei Robotergesetze, die auch heute noch häufig in der Science-Fiction-Literatur rezipiert werden. 1950 veröffentlicht er mit Ich, der Robot eine Sammlung von Kurzgeschichten zu diesem Thema. Isaac Asimov war fortschrittsgläubig und sah im Roboter zumeist einen Gehilfen bei alltäglichen Verrichtungen und einen Assistenten, der die Menschen dabei unterstützt, das Weltall zu bevölkern, zum Beispiel in seinen Kurzgeschichten Vernunft (Reason, 1941) und Runaround (1942). Die Autorin Ellis Kaut veröffentlichte 1974 das Kinderbuch Schlupp vom grünen Stern über einen kleinen Roboter vom Planeten Balda 7/3, der unerwünscht eine Seele und Gefühle entwickelt und deshalb auf einen Müllplaneten geschossen werden soll, stattdessen aber auf der Erde landet. Die Augsburger Puppenkiste verfilmte 1986 Schlupp als Marionettenstück. In seinem 2013 erschienenen Roman Der Überlebende erzählt Autor Ernst-Wilhelm Händler von einem Elektroingenieur, der in einem geheimen Labor intelligente Roboter entwickelt.
 

 


R O B O T E R   I N   D E R   K I N E M A T O G R A P H I E

 
Der 1897 entstandene Kurzfilm Gugusse et l'Automate des Filmpioniers Georges Méliès zeigte wahrscheinlich zum ersten Mal einen Roboter auf der Kinoleinwand. Der heute verschollene Film handelte von einer Auseinandersetzung zwischen dem Clown Gugusse und einem „Automaten“. Im 1919 erschienenen Episodenfilm The Master Mystery mit dem Zirkuskünstler Harry Houdini findet sich ein weiteres frühes Beispiel für den Auftritt eines Roboters. Der 1921 veröffentlichte italienische Film L'uomo meccanico von André Deed handelte von Ganoven, die einen ferngesteuerten Roboter in ihre Gewalt bringen, um mit seiner Hilfe Verbrechen zu begehen. Zu den bekanntesten Roboterdarstellungen der Stummfilmära gehört der weibliche Maschinenmensch in Fritz Langs Metropolis von 1927. Der erste Roboter, der im Fernsehen auftrat, war I Tobor in der Science-Fiction-Serie Captain Video and His Video Rangers (ab 1949). Bekannte Robotergestalten der 1950er Jahre sind der riesenhafte Wächter Gort aus dem Film Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951) und der Roboter Robby aus Alarm im Weltall (1956). Robby war in der Folgezeit in einer ganzen Reihe von Filmen und Fernsehsendungen zu sehen und diente außerdem als Vorbild für viele Spielzeugroboter. Die Star-Wars-Saga (1977–2005) zeigt mit R2D2 und C3PO Roboter in einer komödiantischen Rolle. Die beiden Figuren sind gleichzeitig charakteristische Beispiele für unterschiedliche Robotertypen: während der „Protokolldroide“ C3PO ein humanoider Roboter ist, ist R2D2 ein „Astromech-Droide“ ohne menschenähnliches Aussehen. In der Serie Star Trek – The Next Generation (1987–1994) ist der Androide Data ein Führungsoffizier, der sich oft mit der Frage seiner eigenen Menschenähnlichkeit auseinandersetzt. In Nummer 5 lebt entwickelt ein Militärroboter eine naive Persönlichkeit. Filme wie Terminator und I, Robot bieten weitere bekannte Beispiele für die Darstellung von Androiden und humanoiden Robotern, die den Menschen feindlich entgegentreten oder helfend zur Seite stehen. Auch Industrieroboter (nicht-humanoide Roboter) finden den Weg auf die Leinwand. In Filmen wie James Bond (Stirb an einem anderen Tag), Thunderbirds, Tomb Raider – Die Wiege des Lebens und Sakrileg wurden KUKA-Industrieroboter in Szene gesetzt. Der Dokumentarfilm Plug & Pray thematisiert die Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes von Robotern auf das Selbstbild des Menschen. Er stellt Roboter wie den japanischen Geminoid von Hiroshi Ishiguro, den italienischen ICub oder das deutsche MuCar-3 vor.

 

B E I S P I E L E


Die falsche Maria – Metropolis (1927) Gort – Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951)Gog und Magog in Gog (1954), die ersten Roboter im Film, die nicht humanoides Aussehen hatten Robby – Alarm im Weltall (1956) John the Robot – Planet der Stürme (1962) Der Roboter – Lost in Space (1965–1968) RX2714 – Raumpatrouille Orion (1966) Die Roboterpolizeieinheiten – THX 1138 (1971) Die Jetsons – die humanoide Haushälterin Rosey (Zeichentrickserie ab 1962) Huey, Dewey und Louie – Lautlos im Weltall (1972) Robbi – Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (1972) Der Schläfer, eine Parodie über das Sci-Fi-Genre (1973) Westernheld (Yul Brynner) in Westworld (1973) Diverse in Futureworld (1976) Ehefrauen in Die Frauen von Stepford (1975), (2004) C-3PO und R2-D2 – Star Wars (1977) Maximilian und Vincent – Das Schwarze Loch (1979) Ash – Alien (1979) Annalee Call in Alien – Die Wiedergeburt (1997) Die Replikanten in Blade Runner (1982), basierend auf einem Roman von Philip K. Dick Dr. Daniel in Der Android (1982) Roboterspinnen in Runaway – Spinnen des Todes (1984) T-800 in Terminator (1984) Johnny 5 in Nummer 5 lebt! (1986) und Nummer 5 gibt nicht auf (1988) RoboCop (1987) Lt. Cmdr. Data – Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (seit 1987) Der Gigant aus dem All (1999), Cartoon R. Andrew Martin – Der 200-Jahre-Mann (1999) nach einer Kurzgeschichte von Isaac Asimov Bender aus Futurama (ab 1999) Die Replikatoren, eine zellulär aufgebaute und reproduktionsfähige Roboterrasse in der Science-fiction-Fernsehserie Stargate – Kommando SG-1 (2000) Diverse in A.I. – Künstliche Intelligenz (2001) Sonny in I, Robot (2004), inspiriert von Kurzgeschichten von Isaac Asimov Marvin in Per Anhalter durch die Galaxis (2005), nach dem gleichnamigen Roman von Douglas Adams Rodney in Blue Sky's Robots (2005) WALL-E in WALL-E (2008) Geminoid, ICub, Robovie, MuCar-3 in Plug & Pray (2010)

 

 

 

 

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Das wohl prominenteste Beispiel für die Verwendung des Roboters in der Bildenden Kunst ist die Gruppe der „Family of Robots“ des koreanischen Videokünstlers Nam June Paik. Bereits 1964 entwickelte Paik zusammen mit dem japanischen Ingenieur Shuya Abe den Roboter „K456“, welcher Paik fortan bei Performances vertreten sollte – bis K456 in den „first accident of the 21. century“ verwickelt wurde. In den 1980er Jahren entstand die „Family of Robots“, zunächst mit „Mother“ und „Father“ (1983/86), welche um etliche Figuren („Aunt“, „Uncle“) erweitert wurden. Dabei handelte es sich vor allem auch um Figuren der Geschichte oder literarischen Fiktion, wie zum Beispiel Albert Einstein, Attila oder Edgar Allan Poe, aber auch Freunden von Paik: John Cage, Merce Cunningham oder Joseph Beuys. SHIFZ ist die abgekürzte Selbstbezeichnung der österreichischen Künstlervereinigung Syntharturalistische Kunstvereinigung. Sie wurde 1996 gegründet und thematisiert hauptsächlich das Verhältnis von Mensch und Maschine. Der japanische Illustrator Hajime Sorayama zeichnet weibliche, chromglänzende Roboter in lasziven bis erotischen Posen. So wählte die amerikanische Rockband Aerosmith für ihr 2001 erschienenes Album Just Push Play eine Zeichnung von Hajime Sorayama als Albumcover. ↓  Das Werk des Schweizer Malers H.R. Giger, berühmt für sein Filmdesign zu Ridley Scotts Alien, dominiert der von ihm geprägte Begriff der Biomechanoiden, eine Verschmelzung von Technik und Mechanik mit dem Kreatürlichen sowie Einflüssen des Phantastischen Realismus.
 

 

 


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Die deutsche Elektronikmusik-Band Kraftwerk gelangte 1978 mit ihrer Single „Die Roboter“ des Albums Die Mensch-Maschine auf Platz 18 der deutschen Charts. Für ihre Bühnenshow ließen die Musiker spezielle ferngesteuerte Roboter entwickeln, die mit den aus Plastik nachgebildeten Gesichtern der Bandmitglieder versehen waren. 1983 kam das Lied Mr. Roboto der Band Styx in Deutschland auf Platz 8, in den USA auf Platz 3 der Charts. Es handelt von einem Gefängnis, das von Robotern bewacht wird. In Herbie Hancocks Videoclip zu seinem elektronischen Instrumentalstück Rockit von 1983 tanzen Roboterbeine ohne Rumpf, mechanische Puppen versammeln sich um einen Frühstückstisch und ein humanoides Wesen zuckt unruhig unter einer Bettdecke. Regie führte das Duo Godley & Creme, die Puppen und Roboter entwarf der Künstler Jim Whiting, der mit seinem Maschinentheater Unnatural Bodies ab 1988 große Erfolge erlebte. Das Instrumentalstück Rockit befindet sich auf Hancocks Album Future Shock. Das Dance-Projekt Das Modul veröffentlichte 1996 die Single Robby Roboter über einen einsamen und sich nach Liebe sehnenden Roboter (Text: "Er sucht eine Roboterbraut mit silber-grauen Augen, um sie zu küssen und berührn und an ihr rumzuschrauben"). Einen Song mit dem Titel Paranoid Android veröffentlichte 1997 die Rockband Radiohead. Auf ihrem Album Yoshimi Battles the Pink Robots von 2002 singt die Alternative-Rock-Band The Flaming Lips im Titelsong über ein Mädchen mit schwarzem Gürtel in Karate, das gegen böse Roboter kämpft. In dem Song One More Robot/Sympathy 3000-21 erzählen die Flaming Lips dagegen von einem Roboter, der zu leben, zu fühlen und zu lieben lernt. In dem Song Coin-operated boy der Dresden Dolls von 2004, zu dem es einen Videoclip gibt, singt Amanda Palmer über einen mechanischen Puppenjungen aus elastischem Plastik, der per Münzeinwurf zum Leben erweckt wird und in den sich die Sängerin verliebt. Der Musiker Alec Empire veröffentlichte 2008 auf dem Album The Golden Foretaste of Heaven das Techno-Stück Robot L.O.V.E., das die Gesangszeile She's a machine trapped in a woman's body enthält. In dem Videoclip zu dem Song All is full of love der isländischen Sängerin Björk von 1999 agieren zwei sich küssende weiße Roboter, die von Liebe, Vertrauen und Herkunft singen. Der Regisseur Chris Cunningham führte Regie bei dem Videoclip, der zwei MTV Video Music Awards verliehen bekam und eine Grammy-Nominierung erhielt. Von der australischen Sängerin Justine Electra stammt der Song Fancy Robots.

 

 

 

[Quelle: Wikipedia]

 

 

 

 

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